Immer mehr deutschen Firmen stehen auf Open-Source – Folgt der Bund?

Mehr als die Hälfte der größeren deutschen Unternehmen haben bewusst offene Software im Einsatz, wie eine Umfrage des Bitkom unter mehr als 800 Unternehmen mit über 100 Mitarbeitern ergab. Drei Viertel der Unternehmen (75 Prozent) bezeichnen sich selbst an Open Source interessiert und dem Thema gegenüber als aufgeschlossen. 4 Prozent sagen, dass sie Open Source grundsätzlich kritisch sehen oder ablehnen, und jedes Fünfte (19 Prozent) ist noch unentschieden.

Als große Vorteile werden hier, neben der Einsparung von Lizenzkosten auch die Transparenz der Software aufgeführt.

mann sitz an computer mit open source software im Büro

Open-Source Petition im Bundestag

Der Petitionsausschuss hat mit breiter Mehrheit eine entsprechende Beschlussempfehlung an den Bundestag gerichtet, die Petition dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) zu überweisen und sie den Fraktionen des Bundestags zur Kenntnis zu geben. Lediglich die FDP-Fraktion schloss sich dem Votum nicht an.

Inhalt der Petition

Die Petenten begründen ihr Vorgehen damit, dass nur quelloffene Betriebssysteme wie Univention Corporate Server und Anwendungen von deutschen Sicherheitsbehörden auf Sicherheitsprobleme geprüft werden könnten, da die Behörden bei proprietärer Software, wie Microsoft Windows, keinen Einblick in den Quellcode hätten. Die „Schwarmintelligenz“ des Internets führe bei Open-Source-Software zudem dazu, dass Sicherheitslücken schneller gefunden und geschlossen würden. Proprietäre Betriebssysteme und Software sei daher nachweislich anfälliger für Hacker-Attacken, heißt es in der Petition.

In sicherheitskritischen Bereichen, wie der Bundeswehr, soll aber proprietäre Software eingesetzt werden dürfen, „wenn dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) der zugrunde liegende Quelltext bekannt ist“, heißt es.

Abhängigkeiten reduzieren

Vor kurzem hat die Bundesregierung ein Beratungsunternehmen damit beauftragt, die Abhängigkeiten der Bundesverwaltungen von einzelnen Software-Unternehmen zu prüfen. Die Berater resümierten, dass die Bundesverwaltung „in allen Schichten der Software Stapeln” von wenigen Software-Anbietern stark abhängig“ sei. Dies gelte besonders für Microsoft. Bundesinnnenminister Horst Seehofer hatte daraufhin angekündigt, zügig das Gespräch mit anderen Software-Anbietern zu suchen und Open-Source-Software näher in Betracht zu ziehen.

Unser Partner Univention ist hier zusammen mit uns auf dem Weg, diesem Ziel näher zu kommen.

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